Aktuelles/Presse

26.08.2016

Sensationelle archäologische Funde: Römer bringen wertvolle Gläser in den Hunsrück

 

Drei Jahre haben Archäologen einen Tempelbezirk im Archäologiepark Belginum freigelegt. Sie sammelten dabei wichtige Erkenntnisse über das Leben der Römer und Kelten. Viele Opfergaben sind gut erhalten und die Tempelanlage wesentlich älter als angenommen. Museumsleiterin Rosemarie Cordie zieht eine positive Bilanz

Rosemarie Cordie steht in einer leuchtend gelben Warnweste zwischen den Überresten antiker Tempelanlagen. "Die müssen wir tragen, wenn wir über die Baustelle zur Ausgrabung wollen", erklärt die Leiterin des Archäologieparks Belginum. Denn dort wurde doppelt gegraben: Archäologen legten einen Teil des Tempelbezirks der Siedlung Vicus Belginum frei, während Bauarbeiter sich um den Anschluss der Keltenstraße an einen neuen Kreisel kümmerten.

In diesem Areal haben die Archäologen über die vergangenen drei Jahre bemerkenswerte Funde gemacht: Ein Reliefglas aus dem ersten Jahrhundert nach Christus zeigt Gladiatoren im Kampf und bei der Siegerehrung. Es ist erstaunlich gut erhalten und war schon zu seiner Entstehungszeit wertvoll. "Hier wurde damals noch gar kein Glas hergestellt, also wurde es wahrscheinlich von Norditalien als Opfergabe hierher gebracht", erklärt Cordie. "Derart herausragende Gaben zeigen, dass der Tempel eine besondere Bedeutung hatte."

Außerdem ist er wesentlich älter als bisher angenommen: Die römische Tempelanlage fand ihren Anfang als keltischer Steinkreis. Seit dem dritten Jahrhundert vor Christus huldigten hier 700 Jahre lang Menschen kontinuierlich Göttern.

Doch die Entdeckung sei nicht selbstverständlich, sagt Cordie: "Ohne zusätzliche finanzielle Mittel hätten wir hier nicht nochmal gegraben." Denn die Ausgrabungsarbeiten weichen nach ihrem Abschluss Straßenbauarbeiten: Aus Vicus Belginum an der römischen Ausoniusstraße wird Vicus Belginum an der Bundesstraße 50. Eine Zufahrtsstraße soll über das Gelände des Archäologieparks gebaut werden (der TV berichtete mehrfach). Der betroffene Bereich sollte zunächst vollständig untersucht werden.

Darum gruben dort Archäologen der Universität Trier im Auftrag der Denkmalpflege mit Mitteln des Landesbetriebs Mobilität. Sie fanden dieses Jahr zwei weitere Scherben des Gladiatorenbechers, sehr zur Begeisterung Cordies: "Das ist irre, das ist ein unheimliches Glück, dass wir die noch gefunden haben." Ohne die erneuten Ausgrabungen wären sie verloren gegangen. "Denn was weg ist, ist weg", sagt Cordie. "Unsere archäologische Geschichte ist keine nachwachsende Ressource."

Außerdem legten die Forscher einen kompletten Keller frei. Reste von Schlacke und kleine Eisenbarren deuten darauf hin, dass er zu einer Art Fabrikhalle gehörte. Das kann jedoch erst nach Auswertung der Funde mit Sicherheit gesagt werden.

Auch wenn die Arbeiten in diesem Bezirk abgeschlossen sind, gibt es noch viel zu tun. Denn alleine die Kernsiedlung erstreckt sich über etwa zehn Hektar. Cordie geht davon aus, dass von der Gesamtfläche gerade mal ein Prozent freigelegt ist.

 

Auf dem Gelände des Archäologieparks Belginum lag vor mehr als 2000 Jahren die römische Siedlung Vicus Belginum. Das Museum stellt Grabfunde aus, zeigt das Alltagsleben der Kelten und Römer und erklärt archäologische Arbeit. Außerdem finden Sonderausstellungen und Vorträge satt. Neben der eigentlichen Siedlung wurden ein Gräberfeld und mehrere Tempelbezirke entdeckt.

Das Museum ist dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. 

 

Foto: Klaus Kimmling

Foto: Klaus Kimmling

26. August 2016

Von: Trierischer Volksfreund, Adrian Froschauer

Quelle: www.morbach.de

Quelle: Fotograf Dominik Ketz für die Hunsrück Touristik
Quelle: Fotograf Dominik Ketz für die Hunsrück Touristik

10.03.2016

Die Hängeseilbrücke – ein Stück Zukunft für unsere Region

 

Bürgerschaftliches Engagement von Anfang an

Die Idee zum Bau einer Hängeseilbrücke wurde erstmals 2006 im Rahmen eines bürgeröffentlichen Workshops der Dorferneuerung zur Entwicklung der Ortsgemeinde Mörsdorf formuliert und zunächst als nicht realisierbar verworfen.

Vor fünf Jahren griffen drei Mörsdorfer Bürger, im Ort „Brückenträumer“ genannt, die Idee auf und trieben sie in einer ehrenamtlichen Projektgruppe engagiert voran. Im April 2010 wurde in Mörsdorf der Grundsatzbeschluss zum Bau gefasst und anschließend eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Bau in Rekordzeit

Nach dem Bauantrag vom 23.12.2014, der anschließenden Ausschreibung und Vergabe und dem Baubeginn am 26. Mai 2015 kann die Brücke nach nur 130 Tagen und weniger als einem Jahr Planungszeit eröffnet werden. Die Brücke, die an vier 40 mm starken Tragseilen hängt, ist mit einem 6 cm dicken Belag aus heimischer Douglasie gedeckt und wird von einem erfahrenen schweizerischen Spezialunternehmen realisiert.

Name und Logo

Der Name „Geierlay“ wurde als bester Vorschlag in einem offenen Wettbewerb ermittelt und leitet sich vom historischen Namen des Flurstück Geierslay ab, der etymologisch auf Felsen und die regionaltypischen Schiefervorkommen verweist („Lay“). Der erste Teil des Namens des Flurstückes – und nun auch der Brücke – geht vermutlich auf das Vorkommen zahlreicher Greifvögel im Umfeld des Felsenabhangs zurück. Das Wort „Geier“ stammt vom mittelhochdeutschen Ausdruck „gir“ ab und ist ursprünglich eine Substantivierung des Adjektivs „gierig“. Die Vögel wurden demnach nach ihrer Eigenschaft bezeichnet. Noch heute ist das Wort „Geier“ eine Trivialbezeichnung für eine Reihe verschiedenster Arten von Greifvögeln.

Das Logo wurde in einem Agenturwettbewerb von einem jungen Designer aus Kastellaun entworfen. Neben der Brücke und den darunter liegenden Schieferformationen symbolisiert es im Gesamten auch die Schwingen eines Greifvogels. Die Ortsgemeinde entschied sich bewusst für einen modernen Entwurf bei gleichzeitig traditionellem Namen. Der Tourismus in der Region soll sich modern als auch qualitätsvoll präsentieren und entwickeln sowie Tradition, Historie und Naturlandschaft zeitgemäß vermarkten.

Impuls für die Tourismuswirtschaft

Laut Machbarkeitsstudie werden künftig bis zu 170.000 Gäste jährlich auf der 360m langen Hängeseilbrücke und bis zu 50.000 zusätzliche Übernachtungsgäste in der Region erwartet. Insgesamt können rund 2,5 Millionen Euro in der für die Region wichtigen Tourismuswirtschaft zusätzlich umgesetzt werden.

Die touristische Attraktivierung der Ortsgemeinde und der gesamten Region und damit einhergehend wirtschaftliche Entwicklung des ländlichen Raumes ist eines der Kernziele des europäischen LEADER-Programms und Grund für die Förderung des Vorhabens. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund 1.2 Mio. Euro, zu denen das Land Rheinland-Pfalz und die Europäische Union mit Mitteln des Regionalentwicklungsfonds LEADER insgesamt rund 700.000 Euro beisteuern. Benachbarte Ortsgemeinden und die Verbandsgemeinde Kastellaun haben sich mit weiteren 100.000 Euro beteiligt, die Ortsgemeinde Mörsdorf als Bauherr trägt die verbleibenden Kosten.

 

Quelle: Text übernommen von www.geierlay.de

von links Bürgermeister Andreas Hackethal, Anita Stürmer, Caroline Wagner, Karl-Heinz Erz und Herbert Schindler
von links Bürgermeister Andreas Hackethal, Anita Stürmer, Caroline Wagner, Karl-Heinz Erz und Herbert Schindler

03.02.2014 

Berichterstattung über unsere 4-Sterne-Klassifikation

unter http://www.morbach.de/index.php?id=tourismus

 

"Qualität spielt im weltweit transparenter werdenden Tourismus eine immer bedeutendere Rolle. Hierbei ist die Sternebewertung der Unterkünfte ein wichtiges Orientierungskriterium für den Gast. Nun wurden zwei Betriebe aus der Gemeinde Morbach im Bereich Privatunterkünfte nach den Richtlinien des DTV (Deutscher Tourismusverband) mit vier Sternen ausgezeichnet:


Die Privatpension Wagner in Bischofsdhron erreichte die Vier-Sterne-Bewertung genauso wie die Ferienwohnung von Anita Stürmer in Riedenburg. Beide Betriebe haben umfangreich investiert und mit viel Liebe zum Detail ein ausgezeichnetes Ferienangebot geschaffen, das seinesgleichen sucht. Die Bewertung der Unterkünfte wurde von dem geprüften Zertifizierer des DTV Herbert Schindler aus Hermeskeil vorgenommen.

Dieses stolze Ergebnis für die beiden Unterkünfte nahm Bürgermeister Andreas Hackethal gemeinsam mit dem Team der Tourist-Information zum Anlass, den Inhaberinnen die entsprechenden Urkunden und Blumenpräsente zu überreichen. Gleichzeitig dankte er Frau Stürmer und Frau Wagner für das vorbildliche Engagement zum Wohle ihrer Gäste."

 

 

10.02.2014

Körper und Geist: Warum Waldspaziergänge so gesund sind

Sattes Grün, frische Luft, Ruhe: Ein Waldspaziergang ist viel mehr als nur reine Entspannung. Forscher finden stets neue Erklärungen dafür, warum Ausflüge im Wald sich positiv auf Herz, Immunsystem und Psyche auswirken.

unter http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/waldspaziergaenge-warum-sie-fuer-koerper-und-geist-gesund-sind-a-952492.html

      Pension Wagner

Comfort Bed & Breakfast

    Paulinusstrasse 30

     54497 Morbach

 

Tel.: +49 (0)6533-957009

Fax: +49 (0)6533-957204

E-Mail: info@privatpensionwagner.de

 

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